Organisationsentwicklung

Die Soziokratische Kreisorganisationsmethode

als Weg zu konstruktiver und produktiver Mitsprache und Beteiligung

Wirklich Verantwortung übernehmen und initiativ werden sind wesentliche Faktoren für die nachhaltige Entwicklung einer Organisation, in Projekten und politischen Prozessen, in der Gesellschaft - und heute wohl notwendiger denn je. Gerade in so schwierigen Zeiten braucht es das Einbringen aller Beteiligten mit ihrem gesamten Kreativpotenzial.

Die Soziokratische Kreisorganisationsmethode (SKM) wird in der Regel der bestehenden, meist hierarchischen Struktur zugefügt. Diese ergänzende Soziokratische Struktur (Kreise) richtet sich nach den gemeinsamen Zielen. Sie dient in erster Linie dem Entscheiden von richtungsgebenden Rahmenbedingungen und Grundsätzen des jeweiligen Kreises. Für die Ausführung der täglichen Arbeit, dem Erledigen von Aufgaben dient die bisherige (meist hierarchische) Struktur.

Ziele und Wirkungen der Soziokratie: 

  • Fähigkeiten können produktiv und gleichwertig eingebracht werden
  • In Sitzungen werden entspannter und schneller Entscheide getroffen
  • Entscheide werden verbindlicher mitgetragen• Eigenverantwortung und damit Mitverantwortung für die Organisation wird verstärkt
  • Vielfalt und verschiedene Sichtweisen führen in den klar strukturierten Entscheidungsprozessen zu neuen, kreativen Lösungen
  • Sich korrigieren lassen, neue Ideen zulassen, den eigenen Standpunkt relativieren zu Gunsten einer Erweiterung der Sichtweise aller, wird gefördert
  • Die Führungspersonen als VerantwortungsträgerInnen werden durch Übernahme von Verantwortung in den Kreisen entlastet
  • Fördert Transparenz und Vertrauen, da Informationen durch alle Hierarchiestufen fliessen• Macht Organisationen/Unternehmen dynamisch, lebendig, damit flexibel und wandelfähig
  • In den sozialen Institutionen können sich auch (beeinträchtigte) BewohnerInnen bzw. (beeinträchtigte) Mitarbeitende adäquat einbringen. Durch die sehr konkrete Erfahrung partizipieren zu können und dadurch selbstwirksam zu sein sowie die dialogische Kultur der Soziokratie wird die individuelle Entwicklung gefördert – im speziellen auch die sozialen und personalen Kompetenzen.

Wichtigen Grundprinzipien der Soziokratie:

Das Konsentprinzip:Alle richtungsgebenden Rahmenbedingungen und Grundsätzen werden im Konsent entschieden, d.h. dass niemand einen schwerwiegenden und argumentierten Einwand hat (nicht „ja, ich stimme zu“ sondern im Minimum „ich kann damit leben“).

Organisation im Kreis:Ein Kreis ist eine Gruppe von Menschen die innerhalb der Organisation ein gemeinsames Arbeitsgebiet haben und an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. In diesem Kreis werden alle Grundsatzentscheidungen getroffen, ausgeführt und überprüft. Die Kreise auf allen Ebenen sind verbunden mit einer doppelten Verknüpfung. Neben der von oben bestimmten Leitung des Kreises, entscheidet eine vom unteren Kreis delegierte Person mit. Das bedeutet, dass wenigstens zwei Personen eines Kreises an der Beschlussfassung im nächst höheren Kreis beteiligt sind.

Einführung der Soziokratie in Unternehmen/Organisationen:

  • Die Kreisstruktur wird auf die jeweilige Organisation bzw. Unternehmen hin spezifisch entwickelt und die Einführung geplant
  • In einer Pilotphase (meist mit einem ersten Pilotkreis) wird sie ausprobiert und getestet, ob sie für die Organisation geeignet ist und falls ja, wird sie nach und nach umgesetzt
  • Schlüsselpersonen wie Leitung, Gesprächsleitungen und Delegierte werden entsprechend geschult

Die SKM wurde in Holland von Gerard Endenburg entwickelt und ist ein konkretes Organisationsmodell, das in Unternehmen, Gemeinschaftsprojekten und politischen Gruppierungen weltweit und seit Jahrzehnten erfolgreich angewendet wird.

Auskunft und Kontakt:
www.kraemer-beratung.ch

Weitere Informationen:
wwww.thesociocracygroup.com
und www.soziokratie.at

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